Femtosekundenlaser - wie arbeiten die Femto-Laser genau?
Die Femto-Lasik Methode zum Lasern von Augen wird heute von vielen Augenlaserzentren als State-of-the-art Technik beworben. Statt den Flap (”Hornhautdeckel”) vor dem tatsächlichen Lasern mit einem Mikrokeratom (Mikrohobel, Mikromesser) zu schneiden, nutzt man bei der Femtolasik einen speziellen Femtosekundenlaser als Schnittwerkzeug. Doch wie funktioniert das genau?
Eine sehr schöne Übersicht findet man in einem Freevis-Flyer hier. Darin erfährt der potentielle Patient, dass mit einem Femtolaser gar nicht an der Oberfläche des Auges bzw. der Augenhornhaut ge-laser-schnitten wird, sondern das Ganze im Inneren der Hornhaut des Auges passiert.
Das Femtosekunden-Laser-Gerät berechnet mittels Computer eine bestimmte Tiefe in der Augenhornhaut, in welcher der Flap-Schnitt erfolgen soll. Auf diese Tiefe (eine vorab gedachte ‘Schnittlinie’ mitten in der Hornhaut des Auges) wird der Femtolaser fokussiert. Dann schießt der Laser eine Vielzahl extrem kurzer Lichtimpulse auf/in genau diese Tiefe/Spur in der Hornhaut. Kurz heißt dabei wirklich kurz, denn eine Femtosekunde (und daher hat der Laser seinen Namen) ist gerade einmal der billiardste Teil einer Sekunde.
Jeder Laserimpuls (Laserstoß) erzeugt im Hornhautgewebe eine extrem kleine Gasblase. Davon setzt man computergesteuert Tausende solcher kleiner Gasbläschen in Reihe(n). Konkret bestehen diese Minibläschen aus Gas und Wasser und dehnen sich relativ schnell ein winziges Stück aus und lösen dadurch die anliegenden Hornhautschichten voneinander.
In der Summe der extrem vielen Bläschen und deren Ausdehnung entsteht eine Schnittlinie mitten in der Hornhaut. Die vielen Gasbläschen trennen die umgebenden Hornhautschichten also wie ein unsichtbares Messer auf. Diesen Vorgang nennt man Photodisruption.
Der so vorbereitete Flap kann an der Schnittlinie anschließend mit einem stumpfen Hobel auf-/weggeklappt werden (der bildhafte Vergleich mit dem Toilettendeckel ist hier nicht so hygienisch, aber macht es leicht verständlich). Nun kann das eigentliche Lasern mit dem Excimer-Laser beginnen, d.h. die Hornhaut wird mittels Augenlaser so abgetragen bzw. modelliert, dass die Brechung des in das Auge einfallenden Lichts später genau so erfolgt, dass der zuvor Fehlsichtige anschließend scharf bzw. schärfer als vor der OP ohne Brille sehen kann.
Weitere Infos dazu erhält man bei den Infoveranstaltungen von Augenlaserzentren, wie sie z.B. die Kette EuroEyes in vielen deutschen Großstädten regelmäßig bewirbt.